Denken ist kritisch.

24. Dez 2025,

Denken ist kritisch.
Denken ist kritisch.

Wer sind die Menschen, die ständig ihre Fragen in die Welt hinausposaunen? Ja, Kinder und Journalist:innen.

Die einen sind neugierig, die anderen haben einen Frage-Antwort-Job, um ein Thema in Wort und Bild umzusetzen.
Kinder? Die fragen völlig freiwillig und konsequent – bis sie von genervten Ausgewachsenen gestoppt werden.

Warum das denn?
Und warum sollen Kinder aufhören, nach Dingen zu fragen? Ich frage ja nur.

Kinder leben in dieser für sie wunderfitzigen Warum-Schleife.
Warum ist der Himmel blau? Warum wird Weihnachten gefeiert? Warum darf ich nicht raus?
Das ist ermüdend. Nicht für das Kind, sondern für das Zielpublikum aus Eltern und Geschwistern.
Die Fragerei stört den Alltag, die Bequemlichkeit und die Norm des Lebens.
Alles infrage zu stellen, wird nicht gern gesehen – sprich: gehört oder gelesen.

Kinder lernen irgendwann, dass Neugier nervt.
Und sie überlegen sich zweimal, ob sie eine weitere Frage stellen wollen oder nicht.
Das ist die Tragödie der Kommunikation: wenn sich die Neugier selbst zensuriert und aufhört zu fragen.
Damit werden dem Denken der Kinder völlig unnötige Grenzen gesetzt.

Kinder sind auf Entdeckungsreise, um die Welt und ihre Bewohner zu verstehen.
Die kindliche Neugier generiert eigene Gedanken, wenn Fragen nicht gestellt werden dürfen.
Schlussfolgerungen mangels Information – das ist eine ziemlich kritische Angelegenheit.

Doch Kinder werden irgendwann erwachsen.
Und was dann?
Trauen sie sich dann eher, kritische Fragen zu stellen, um etwas schlauer zu werden?
Diese Idee sehen einige als kritisch.

Ja, das kritische Denken – und Nachhaken – ist eher unbeliebt.
Vor allem bei den Mächtigen, bei Gruppierungen und bei Systemen kommt die Fragerei selten gut an.
Denn sie stört.

Lustigerweise wurden seit Urzeiten nicht die Leute bestraft, die falsch lagen,
sondern die Menschen, die fragten – und damit störten.
Ach du meine Güte: Wie schwach ist das denn, die Fragenden abzustrafen?

Dabei ist die Neugier die treibende Kraft, um sich Wissen zu beschaffen, neue Sichtweisen zu schaffen
und vor allem, um den eigenen Geist rege und aktiv zu halten – Dinge, die bekanntlich im Alter nachlassen.
Sagt der Volksmund.
Ich habe nachgefragt: Stimmt nur teilweise.

Früher und heute tauchen in den Weihnachtstagen immer wieder Fragen auf, die natürlicherweise unbequem sind.
Denn die Welt ist vieles – aber selten gerecht.
Und sie wirft Fragen auf – in der Hoffnung, dass sie jemand auffängt und beantwortet.

Neugieriges Denken ist kritisch für den Hausfrieden, aber notwendig für Freiheit.

Ich mag die Tradition von Weihnachten mit all ihren Ritualen und Lichtern.
Sie lässt Menschen etwas zusammenrücken. Und die Kinder neugierig auf die Geschenke schauen. 
Und das ist unkritisch. Denke ich mal.

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